Industriekultur in Leipzig und Region

Leipziger Industriearchitektur

Bis heute lassen sich die Spuren, der prägenden Ära der Industrialisierung, in ganz Leipzig bestaunen. Neben großf­lächigen Industrie­bauten im Leipziger Westen, zählt auch das Alte Messegelände im Osten oder die 170 Jahre alte Kulturfabrik WERK 2 im südlich gelegenen Connewitz zu den wesentlichen Denkmälern der Industriekultur.

Besonderes Highlight: Das 90 Hektar große Flächen­denkmal der Industrie­architektur im Szene­viertel Plagwitz. Dieser Stadtteil Leipziger Westen war das erste planmäßig entwickelte, großräumige Industrie-gebiet Deutschlands. Eng mit der Geschichte von Plagwitz verbunden, wurde das Unternehmertum dabei wesentlich von Dr. Carl Erdmann Heine (1819-1888) geprägt. Vor allem durch sein Engagement zwischen 1840 und 1880 wurde Leipzig zum Vorreiter der deutschen Industrialisierung. 

Heines Begeisterung von der wirtschaftlichen Nutzung von Wasser­wegen und sein Drängen nach Industrie­ansiedlung und Wohnungs­bau ließen ein Gebiet entstehen, das von Wohnungs­quartieren, Arbeits­stellen und einmaligen Transport­wegen wie dem Karl-Heine-Kanal nur so strotzte.

Kunst- und Kulturzentrum Leipzig

Nach erfolgreicher Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Gebäude der Gründerzeit kann man heute im Leipziger Westen viele prachtvolle Backstein­bauten bewundern. In ehemaligen Fabrikhallen sind exklusive Lofts und Kulturz­entren entstanden.

Die Spinnerei, einst die größte Baumwollspinnerei Europas, bietet heute ein enorm breites Angebot für Kunst­interessierte und ist gleichzeitig die kreative Heimat für Leipziger Künstler

Ihr wollt  weitere Industriebauten mit einzigartigem Charme entdecken? Fündig werdet ihr auch im benachbarten Stadtteil Lindenau. HIer warten unter anderem das Tapetenwerk und das Kunstkraftwerk auf eurenBesuch. 

Bauten der Industriearchitektur 

in Leipzig entdecken

Industriekultur und Geschichte

in der Region Leipzig erleben

Neben Burgen und Schlössern, familien­freundlichen Wasser­wanderwegen und einer idyllischen Heide­landschaft zählt auch die regionale Industriegeschichte zu den bedeutenden Anziehungs­punkten in der Region Leipzig.

Die Sach­zeugen regionaler Bergbau- und Industriegeschichte, wie historische Bahnen, technische Denkmale und Mühlen können bis heute bestaunt werden und machen somit die Industriekultur live erlebbar. 

Spezielle Tourenangebote zum Thema Industriekultur eignen sich dabei hervorragend zur individuellen Erkundung.

Historische Bahnen

"Erfahrt" Industriekultur mal ganz anders – zum Beispiel während einer Fahrt mit der über 125 Jahre alten Döllnitzbahn. Die Wurzeln der Schmalspur­bahn "Wilder Robert“ reichen weit in die Geschichte zurück. Jahrzehnte­lang wurden damit überwiegend Kaolin und landwirtschaftliche Produkte transportiert. Mit ihren Dampf- und Diesel­loks zählt die Schmalspurbahn heute zu den wichtigsten Tourismus­faktoren in der Region.

Weiter südlich in der Region Leipzig fährt die mit Dieselantrieb ausgestattete "Historische Kohlebahn" über die sächsisch-thüringische Grenze. Damit könnt ihr echte Bergbau­tradition erleben, idyllische Land­schaften genießen und zudem Sehens­würdigkeiten an der Strecke besuchen. 
 
Wer noch nie mit einer Pferde­straßenbahn gefahren ist, sollte unbedingt die Stiefelstadt Döbeln besuchen. Hier rollt seit 2007 wieder Deutschlands einzige innerstädtische Pferdestraßenbahn. Über die Geschichte der Pferdestraßen­bahnen könnt ihr euch im Deutschen Pferdebahnmuseum informieren.

Bergbautradition im Leipziger Neuseenland

Der Braunkohlebergbau bestimmte bis 1990 das Landschafts­bild rings um Leipzig. Heute erzählen verschiedene Museen und Sachzeugen von der einstigen Bergbaut­radition. 

Schon von Weitem sichtbar ist der Bandabsetzer im Bergbau-Technik-Park. Die Freilicht­ausstellung an der Autobahn 38 schafft es, das Bergbau-Thema auf spannende Art und Weise auch der jüngeren Generation näherzubringen. Die Spuren der Vergangenheit kannst du auch auf einer Fahrt mit der historischen Kohle­bahn oder einem Besuch von Bergbau­museen und ehemaligen Brikett­fabriken erleben.

Das Erbe der Kohleförderung könnt ihr besonders günstig mit dem Kombi-Ticket Industriekultur für 20,00 Euro pro Person entdecken. Weitere Informationen findet ihr im Flyer "Auf den Spuren der Braunkohle im südlichen Leipziger Neuseenland" zum Download.

© Sven Bartsch

Mühlenromantik vergangener Zeiten

In den vergangenen Jahrhunderten waren Mühlen stets wichtiger Lebens­mittelpunkt. Sie brachten den Menschen Nahrung und Arbeit und galten gleichzeitig als Treffpunkt für Kommunikation und Austausch. Zudem waren sie ein Spiegel für neueste Technik und Erfindungen.

Heute erfreuen sich Mühlen erneut großer Beliebtheit, jedoch mehr wegen ihrer altertümlichen Technik, ihren Traditionen und der Mühlen­romantik einer längst vergangenen Zeit. Die technischen Denkmale ziehen jedes Jahr zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag interessierte Besucher an. Von April bis Oktober kannst du zahlreiche Veranstaltungen besuchen. Dabei könnt ihr Mühlen besichtigen – allein oder geführt – und verschiedene kulturelle Höhepunkte miterleben. Sicher werdet ihr dann auch mal wieder den alten Müllergruß "Glück zu" hören.
 

Technische Denkmale der Industrialisierung

Alte Gemäuer, neue Ideen. Leipzig und die Region blicken auf eine bewegte Industrie­geschichte zurück. Vielerorts lassen sich die historischen Zeugnisse der Industrie und Technik noch bestaunen. Oftmals sind diese voll funktions­fähig und werden regemäßig vorgeführt wie bespielsweise im Bergbau-Technik-Park oder in der historischen Ziegelei Erbs. Auch viele andere Sehenswürdigkeiten sind lebendige Orte, die sich der Bewahrung alter Traditionen verschrieben haben.  

Zurück zu den Urspüngen

Die Erde unter unseren Füßen - der jahrhundertelange Abbau von Rohstoffen wie Porphyr, Kaolin, Ton, Lehm, Kiessand und Braunkohle prägt die Region Leipzig bis heute.

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