Fred Stein – Der Mensch im Fokus
Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig und das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek würdigen den Fotografen Fred Stein mit zwei Ausstellungen und einem begleitenden Veranstaltungsprogramm im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen (TACHELES 2026).
Seine Fotografie war immer auch politisch und sozial. In den Bildern von Kindern, die vor den Schrecken des Spanischen Bürgerkriegs nach Frankreich geflüchtet waren, spiegelt sich seine humanistische Überzeugung wider. Sie waren sein fotografischer Beitrag im Widerstand gegen Faschismus und Nationalsozialismus, während die mit Stein befreundeten Gerda Taro und Robert Capa an der Front fotografierten.
Mit seiner Straßenfotografie hielt Fred Stein das alltägliche Leben und die interkulturelle Vielfalt an den Orten seines Exils fest. Seine zahlreichen Porträtaufnahmen, unter anderem von Hannah Arendt, Albert Einstein oder Marlene Dietrich, machten ihn zu einem Dokumentar der deutschsprachigen Emigration.
Die Ausstellung zeigt 90 Jahre nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs Fotos geflüchteter Kinder sowie Porträtaufnahmen von Gerda Taro in Paris. Führungen und Filmvorträge mit dem Filmregisseur Peter Stein, der über seinen Vater spricht, sowie eine Lesung mit dem Historiker und Stein-Biografen Prof. Dr. Daniel Siemens begleiten die Ausstellungen.
Terminübersicht
In der Nähe







