laudia Reiser von der ARD-Klimaredaktion diskutiert mit der Übersetzerin von „Die Gewerkschafterin“, Eva Stegen, Claudia Kemfert und Ursula Bittner über die Bedeutung von Fakten, wissenschaftlicher Expertise und investigativem Journalismus.
In ihrem neuen Buch „Kurzschluss“ konfrontiert Claudia Kemfert uns mit den heute neu gestellten klimapolitischen Fragen und deckt auf, wo Mythen gefährliche Realitäten verschleiern. „Heizungshammer“, „Verbotskultur“, „Dunkelflaute“ – die Energiewende zerreißt Familien und Freundeskreise, spaltet Gesellschaft und Wirtschaft. Das 1,5-Grad-Ziel ist Geschichte, Ressourcenkriege verwüsten bereits ganze Kontinente. Claudia Kemfert zeigt, welche Technologien noch funktionieren könnten und wie der Gasausstieg Deutschland zum Technologie-Weltmarktführer macht – wenn uns die Zeit bleibt. Ein Buch für alle, die sich der Illusion verweigern, dass es noch einfache Antworten gibt. Claudia Kemfert ist eine der wichtigsten deutschen Wissenschaftlerin für Energie- und Klimaökonomie und mehrfach ausgezeichnete Spitzenforscherin. Seit 2004 leitet sie die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit.
Greenpeace-Expertin Ursula Bittner beschreibt in „Greenwashing – das schmutzige Geschäft mit deinem Gewissen“, wie sich Konzerne und Co. als Umweltretter*innen ausgeben, während sie die Klimakrise und das Artensterben befeuern. Sie legt die Strategien hinter dem Greenwashing offen und zeigt, wie uns Konzerne, Finanzindustrie und Politik betrügen. Greenpeace schaut hinter den grünen Schein, zeigt Wege aus der Greenwashing-Falle und skizziert echte Lösungen für unsere Zukunft. Ursula Bittner ist Wirtschaftsexpertin und Organisationssprecherin bei Greenpeace, mit Schwerpunkten auf Greenwashing, Lieferketten, Handel sowie Biodiversität, Landwirtschaft und Demokratie.
Caroline Michel-Aguirre beschreibt in ihrem Buch „Die Gewerkschafterin“ die aufsehenerregende Geschichte von Maureen Kearney. Als oberste Gewerkschafterin in einem französischen Atomkonzern erfährt sie von intransparenten internationalen Atomgeschäften – und schlägt Alarm. Kurz darauf wird sie brutal überfallen. Statt als Opfer behandelt man sie wie eine Täterin. Maureen Kearney wird schuldig gesprochen, verstummt und zieht sich vollständig aus Arbeit und Öffentlichkeit zurück. Nur dank einer unermüdlichen Recherche der Investigativ-Journalistin Caroline Michel-Aguirre (L’Obs), die über Jahre hinweg Akten gesichtet, Zeugen befragt und Widersprüche in den Ermittlungen aufgedeckt hat, wird sie rehabilitiert.
Eva Stegen, die Übersetzerin des Buches, ist seit über 20 Jahren Energiereferentin bei den Elektrizitätswerken Schönau, wie auch Unterstützerin diverser NGOs.
Claudia Reiser beschäftigt sich seit Jahren für ARD und MDR mit sämtlichen Aspekten des Klimawandels – und beleuchtet die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die damit einhergehen. Sie arbeitet heute insbesondere für die ARD-Klimaredaktion und MDR fragt, ein Format, das sie mit aufgebaut hat. Regelmäßig fährt sie zu den Weltklimakonferenzen und berichtet von dort. Claudia Reiser studierte in Leipzig und Stellenbosch Journalistik.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der ARD-Klimaredaktion statt.
Eintritt frei
Eine Veranstaltung der Klimabuchmesse im Rahmen von Leipzig liest.
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