Staubfrau

Bühne/Theater
Oper
Show

Mitten durch den Ort fließt ein Fluss, so selbstverständlich, als sei er schon immer dort gewesen. Mal reißend, mal leise plätschernd, aber stets in Bewegung, immer unaufhaltsam. An manchen Tagen, wenn die Sonne tief steht und das Wasser ganz klar ist, lässt sich erahnen, was auf dem Boden des Flussbetts liegt: ein Kinderfahrrad, eine Halskette, ein rotes Kleid — Überreste einer Vergangenheit, die fast vergessen, aber nie wirklich überwunden ist.

Davon erzählt die „Staubfrau“. Sie ist ein Chor, eine Stimme, die verschiedene Generationen vereint, aber deren Uneinigkeiten nicht auszulöschen versucht. Die „Staubfrau“ ist: eine Großmutter, deren beste Freundin als junges Mädchen Opfer eines Femizids wurde. Eine Mutter, die lernen musste, Beleidigungen und Demütigungen still zu ertragen. Eine Tochter, die in ihrer Beziehung immer wieder häuslicher Gewalt ausgesetzt ist. All ihre Lebensgeschichten scheinen einer vorgezeichneten Bahn zu folgen, geprägt vom reißenden Strom der Gewalt, der sie mit sich zieht und aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Wie der Fluss die Landschaft, so formt die Gewalt die Körper, Erinnerungen und Entscheidungen der Frauen, wenn auch auf unterschiedliche Weise.

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