Stolz und Eigensinn

  • Kino/Film

Dokumentarfilm
(Deutschland 2025, 113 Min, Regie: Gerd Kroske)
Filmvorführung und Gespräch
Mit Annika Haupts (Programmkoordinatorin Retrospektive & Berlinale Classics, Deutsche Kinemathek, Berlin) und Dr. Andreas Kötzing (Historiker, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V., Dresden)
In Kooperation mit der Universität Leipzig – Historisches Seminar/Forschungsstelle Transformationsgeschichte und dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden
Eintritt frei

Der Dokumentarfilm porträtiert Frauen, die in der DDR in verschiedenen Industrieberufen arbeiteten und nach 1990 hart um ihren Arbeitsplatz kämpfen mussten. Die filmische Reise in die Vergangenheit basiert auf einem außergewöhnlichen Archivfund: Aufnahmen aus den 1990er Jahren, in denen die Frauen offen über ihre Erfahrungen sprechen. Der Film verwebt dieses authentische Material mit der heutigen Lebenswelt der Protagonistinnen, indem er sie 30 Jahre später erneut vor die Kamera holt. So entsteht ein eindrucksvoller Brückenschlag zwischen der Transformationsphase und dem Leben von heute. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Publikumsgespräch mit Annika Haupts und Dr. Andreas Kötzing über die Relevanz von Filmen aus den 1990er Jahren als Quelle für die Transformationsforschung statt.

Annika Haupts ist Filmwissenschaftlerin und Kuratorin. Nach ihrem Studium der Filmwissenschaft ist sie seit 2013 für die Deutsche Kinemathek tätig, zunächst als Redakteurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seit 2020 leitet sie die Programmkoordination für die Sektionen Retrospektive und Berlinale Classics bei der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin. In dieser Funktion ist sie Mitglied der Auswahlkommission für das historische Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale). Neben ihrer kuratorischen Arbeit lehrt sie an Universitäten zu Themen der Filmgeschichte, Kinokultur und Archivpraxis mit einem besonderen Schwerpunkt auf weiblichem Filmschaffen.

Dr. Andreas Kötzing ist Historiker und Kulturwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt Medien- und Zeitgeschichte. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) an der TU Dresden und lehrt parallel an der Universität Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der deutsch-deutschen Film- und Kinogeschichte, Zensur sowie der Aufarbeitung von Diktaturen. Für seine Arbeiten zur visuellen Zeitgeschichte wurde er unter anderem mit dem „Zeitgeschichte Digital“-Preis ausgezeichnet.

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