Kaolinabbau Glückauf

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Die Kaolinabbaustätte Glückauf zwischen Querbitzsch und Kemmlitz befindet sich im national bedeutenden Kemmlitzer Kaolinrevier und liegt mitten im Geopark Porphyrland.

Im südöstlichen Bereich wurde das Kaolin zwischen 1883 und 1974 im Tiefbau gewonnen. Im Anschluss an den Kaolinabbau wurden die entstandenen Bruchfelder des Tiefbaus mit den anfallenden Abraummassen verkippt.

Von 1957 bis in die 90er Jahre wurden die nordwestlichen Kaolinvorkommen im Tagebau mit Eimerkettenbaggern und Universalbaggern gefördert. Das Rohkaolin wurde zunächst zur ersten Aufbereitung nach Querbitzsch geleitet und ab 1963 mittels Elektrolokomotive abtransportiert. Bis 2003 förderte man insgesamt 2,8 Mio. Tonnen Rohkaolin. 2,2 Mio Kubikmeter Abraum wurden umgelagert.

Ab den 1990er Jahren wurden Rekultivierungsmaßnahmen eingeleitet. Heute existiert, neben der Motorsportanlage auf dem ehemaligen Tiefbau, ein Angelgewässer im gefluteten Tagebaubereich. Fortlaufende Bergbautätigkeiten durch die Kemmlitzer Kaolinwerke finden auf dem Südostfeld statt.

Wegen der Variationen kann das Kaolin der Lagerstätte Glückauf als Spezialsorte für die Elektrokeramik verwendet werden.

Bitte achten Sie bezüglich des Zustandes und der Begehbarkeit der Geotope auf die Hinweise der Kommunen und Eigentümer.

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Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen

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