Windschliffe aus der Weichsel-Kaltzeit - Nationales Geotop
Der natürliche Aufschluss ist als Nationales Geotop ein seltenes Zeugnis der Weichsel-Kaltzeit (vor ca. 115.000 bis 12.000 Jahren). Als Inlandsgletscher im heutigen Berliner Raum stoppten, peitschten permanente Stürme Sandpartikel aus der eisfreien Kältesteppe (Tundra) gegen die Porphyrfelsen. 4 bis 8 cm lange, versetzte Rillen (2 bis 3 mm tief) mit scharfen Kanten entstanden, teilweise überzogen von schwarz-glänzendem „Wüstenlack“.
Die Namensgebung des Naumann-Heim-Felsens ehrt zwei Geologen, die sich um die Deutung der Gesteinsrillen bemühten: Carl Friedrich Naumann entdeckte die Spuren 1844 und wertete sie als Gletscherschrammen. Albert Heim widersprach und erkannte sie als Windschliffe. Die historische Gedenktafel des Sächsischen Heimatschutzes von 1920 bewahrt heute das Geoportal Museum Steinarbeiterhaus auf.
Am Weg finden sich Relikte einer frühmittelalterlichen Wallanlage (ca. 9. Jh.) aus holzverstärkten Lehmmauern. Die spezifische Form der Porphyr-Landschaft (Porphyrtopographie) beeinflusste die regionale Siedlungsgeschichte. Bei den Felsbrocken am Hang handelt es sich möglicherweisen um eiszeitliche Blockhalden, die später vom Menschen bearbeitet wurden.
Die Namensgebung des Naumann-Heim-Felsens ehrt zwei Geologen, die sich um die Deutung der Gesteinsrillen bemühten: Carl Friedrich Naumann entdeckte die Spuren 1844 und wertete sie als Gletscherschrammen. Albert Heim widersprach und erkannte sie als Windschliffe. Die historische Gedenktafel des Sächsischen Heimatschutzes von 1920 bewahrt heute das Geoportal Museum Steinarbeiterhaus auf.
Am Weg finden sich Relikte einer frühmittelalterlichen Wallanlage (ca. 9. Jh.) aus holzverstärkten Lehmmauern. Die spezifische Form der Porphyr-Landschaft (Porphyrtopographie) beeinflusste die regionale Siedlungsgeschichte. Bei den Felsbrocken am Hang handelt es sich möglicherweisen um eiszeitliche Blockhalden, die später vom Menschen bearbeitet wurden.
Gut zu wissen
Öffnungszeiten
- Das Geotop ist ganzjährig / ganztägig zugänglich.
Anreise & Parken
- Anreise
Das Geotop ist nur zu Fuß auf der Georoute erreichbar.
Öffentliche Verkehrsmittel
Bus 672 verkehrt vom Bahnhof Wurzen (Zug / Bus) über Lüptitz - Hohburg bis nach Thammenhain.
Ausstieg an Haltestelle Hohburg, Linde
Von hier aus sind es bis zum Startpunkt der GeoRoute am Geoportal Museum Steinarbeiterhaus 300 Meter.
Der Bus verkehrt Montag bis Freitag und am Sonnabend.
Busfahrplan des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV).
Die Nutzung der App MOOVME des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes wird empfohlen. Autor:in
Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen
Organisation
LEIPZIG REGION









