Verborgenes Leipzig: Auensee und Parkeisenbahn

Das Erholungsgebiet um den Auensee im Nordwesten von Leipzig ist aus einem vor über 100 Jahren gegründeten Freizeitpark entstanden. Den Vergnügungspark gibt es schon lange nicht mehr. Warum du rund um den Auensee trotzdem eine Menge Spaß haben wirst, erfährst du diese Woche bei Verborgenes Leipzig.

Das Auengebiet
Der ehemalige Vergnügungspark
Die Parkeisenbahn

Das Auengebiet

Der idyllische Auensee bietet viele Möglichkeiten zur Naherholung. ©Robin Kunz
Der idyllische Auensee bietet viele Möglichkeiten zur Naherholung. © Robin Kunz

Hast du gewusst, dass das Auengebiet 5900 Hektar groß ist? Es erstreckt sich von Zwenkau im Süden bis hin zur nordwestlichen Grenze Sachsens und besteht aus den Flussauen der Weißen Elster, der Pleiße und Luppe sowie deren Nebenflüssen. Den wichtigsten und prägendsten Teil dieses Auensystems stellt das Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald dar. Inmitten dieses Landschaftsschutzgebietes und nur fünf Kilometer vom Leipziger Stadtzentrum entfernt befindet sich der Auensee.

Der bis zu 10 Meter tiefe Grundwassersee ist um 1910 als Kiesgrube für den Bau des Leipziger Hauptbahnhofes entstanden. Bis zur Wende schipperte der Ausflugsdampfer MS Weltfrieden über den Auensee und auch heute noch kannst du den See per Boot erkunden. Umgeben wird der Auensee von Streuobstwiesen und Feuchtbiotopen, in denen sich besonders duftender Bärlauch wohlfühlt.

Der ehemalige Vergnügungspark

An 3 Stationen macht die Parkeisenbahn auf ihrem Rundweg halt. ©Robin Kunz
An drei Stationen macht die Parkeisenbahn auf ihrem Rundweg halt. © Robin Kunz

Nach seiner Nutzung als Kiesgrube wurde das Gebiet um den Auensee 1912 in einen Vergnügungspark umgewandelt. Der Luna-Park mit seiner Achterbahn mit Alpenkulisse, einem Hippodrom, einer Gondelstation, der Lunabahn um den See herum, einem Musikpavillon, Gaststätten und Tanzpalästen entwickelte sich zum beliebten Ausflugsziel der Leipziger. Bereits Ende der 1920er Jahre ließ die Anziehungskraft des Lunaparks allerdings nach und Gaststätten und Fahrgeschäfte mussten schließen. 1941 wurde die Stadt Leipzig Eigentümer des Auenseegeländes und war für die Umgestaltung des Auengebiets verantwortlich.

Zwar findest du heute rund um den Auensee keinen Vergnügungspark mehr, Unterhaltungsangebote, neben der malerischen Landschaft, gibt es dennoch. Im Haus Auensee finden zum Beispiel regelmäßig Konzerte statt. Kids können sich auf dem Spielplatz im östlichen Teil des Auensees auf einem Holzschiff, Klettermasten und Sandspielflächen austoben oder eine Runde mit der Parkeisenbahn fahren. Warum die kleinen Fahrgäste bei der Parkeisenbahn eine ganz besondere Rolle spielen, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Die Parkeisenbahn

Kinder und Jugendliche übernehmen die Aufgabe des Schaffners bei der Parkeisenbahn. ©Robin Kunz
Kinder und Jugendliche übernehmen die Aufgabe des Schaffners bei der Parkeisenbahn. © Robin Kunz

Seit 1951 fährt die kleine Dampflokomotive der Parkeisenbahn, damals noch Pioniereisenbahn genannt, um den idyllischen Auensee. Auf ihrem Rundkurs legt sie von Anfang April bis Ende Oktober eine Strecke von rund 1,9 km zurück und fährt durch einen Bahnhof und drei Haltepunkte. Die Miniaturbahn nimmt dich während ihrer Öffnungszeiten wochentags sowie auch an Sonn-und Feiertagen mit auf eine entspannte Fahrt über Wiesen mit Blick auf den Auensee und durch dicht bewaldete Strecken. Nur Montag ist Ruhetag.

Erwachsene zahlen drei Euro für die Fahrt, Kinder etwa 1,50 Euro. Die genauen Preise findest du hier. Zwar wird die Bahn vom Verein Parkeisenbahn Auensee e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig betrieben. Als Schaffner arbeiten jedoch Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit.

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