agra Park – Verspielen wir gerade eine baukulturelle Megachance?

Volksfest

Jetzt ist die Brücke baufällig und muss ersetzt werden. Erste Erkenntnisse zur Schädigung liegen seit 2009 vor, genauere Untersuchungen fanden jedoch erst im Herbst 2025 statt. Für den Ersatz der agra-Brücke fordern die Städte Leipzig und Markkleeberg einen Tunnel. Eine Brücke zerstöre den denkmalgeschützten Park durch Lärm und Zerschneidung. Der Freistaat befürwortet demgegenüber aus zeitlichen, technischen und finanziellen Gründen einen Ersatzneubau. Die Kulturstiftung fragt in Vorträgen und einer Podiumsdiskussion, ob im agra Park gerade eine baukulturelle Megachance verspielt wird? Die Frage: Brücke oder Tunnel für die Bundesstraße 2 im agra-Park diskutieren:

•Dipl.-Ing. Dirk Seelemann, fagus Seelemann Landschaftsarchitekten
•Dipl.-Ing. Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur
•Prof. Dr. Arnold Bartetzky. Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
•Dipl.-Ing. Gunnar Volkmann, W&V Architekten, BDA Sachsen
•Moderation: Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup

Der agra-Park steht unter Denkmalschutz und ist ein Denkmal der Gartenkunst. Teile des agra-Parks gehören zum Landschaftsschutzgebiet „Leipziger Auwald“ sowie zum Europäischen Vogelschutzgebiet (SPA-Gebiet). Im Landesentwicklungsplan 2013 wird für die Bundesstraßen im agra-Park ein sehr hohes Umweltrisiko festgestellt. Vor diesem Hintergrund sollte statt eines Brückenersatzbaus eine tiefergelegte Straße mit Abdeckelung realisiert werden, wie es auch die derzeit regierenden Parteien in Sachsen zur Landtagswahl vor einem Jahr ihren Programmen gefordert hatten. Diese Lösung wurde mit einem denkmalpflegerischen Gutachten bestätigt und in die Planungen übernommen.

•Abbildung: Visualisierung Dirk Seelemann 2020
•Eintritt frei

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