Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht. Fürsorge als gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Volksfest

mit der Autorin HELGA KRÜGER-KIRN
Moderation: NADINE BERGER

Ist Mütterlichkeit weiblich? Nein, Mütterlichkeit ist menschlich. Doch als kulturelle Denkfigur wurde sie historisch an die gesellschaftliche Position der Frau gebunden. Trotz gleichstellungspolitischer Maßnahmen und einer gelebten Vielfalt von Familienformen ist es bisher erst im Ansatz gelungen, das auf kulturell tradierten Normen beruhende Konzept von Mütterlichkeit zu verändern. Zudem prägen unbewusste Muster elterliches Denken und Handeln und verhindern eine gleichberechtigte Verteilung familiärer Aufgaben.

Wie können wir Mütterlichkeit und Fürsorgeverpflichtung gesamtgesellschaftlich neu denken? Helga Krüger-Kirn geht der Frage nach, wie tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft erreicht werden kann – und plädiert für ein Verständnis von Mütterlichkeit, die nicht länger an das biologische Geschlecht, die biologische Mutterschaft gebunden ist.

HELGA KRÜGER-KIRN – Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Honorar-professorin an der Philipps-Universität Marburg; Mutter von drei Kindern. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: weibliche Identitätsentwick-lung im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Weiblichkeitsdiskursen und der Materialität des Körpers; Mutterschaft und Antifeminismus
NADINE BERGER – Psychologische Psychotherapeutin, aktiv bei Psychologists for future und Feminist Rebellion
Eintritt: nach Selbsteinschätzung

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