SUND
Wien zu Gast in Leipzig: Der Kulturverein forma Leipzig lädt ein zu einem Harfenrezital der besonderen Art. Miriam Overlach, seit 2023 Soloharfenistin des renommierten Klangforum Wien, präsentiert neue und neueste Werke für ihr Instrument – Frischwasser für das Repertoire, mit dem die Harfenistin den Sprung ins Tiefe wagt.
Die gebürtige Hannoveranerin, in Amsterdam ausgebildet und heute Professorin am Königlichen Konservatorium Antwerpen, ist seit jeher eng mit dem zeitgenössischen Repertoire verbunden. Zahlreiche Werke hat sie in Auftrag gegeben und uraufgeführt; mit ihrer Internetveröffentlichung composingforharp.com fördert sie aktiv das Entstehen neuer Musik für die Harfe. Als Solistin und Kammermusikerin spielte sie unter Pierre Boulez und Peter Eötvös sowie mit dem Concertgebouw Orchester und dem Ensemble Modern.
An diesem Abend werden Kassetten und Videobänder, Wassergläser und ein Massagegerät zu Partnern der Harfe. Das Publikum ist eingeladen, zusammen mit der Solistin Neuland zu entdecken – in Klangwelten, die teils eigens für sie erschlossen wurden. Höhepunkt des Abends ist die Uraufführung von „Sund“, einem neuen für die Solistin komponierten Werk.
Sund, von altnordisch sundr, gesondert, auseinander, Stelle, wo ein Zusammenhang getrennt, unterbrochen ist. (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache) Von dem Angels. sundan, schwimmen, Ißländ. synda, so daß es eine Wasserbreite bedeute, über welche man bequem schwimmen könne. Allein, so scheinet es vielmehr zu dem veralteten sinan, sindan, reisen, den Ort verändern, zu gehören; da denn eine Meerenge um eben deßwillen ein Sund genannt seyn kann, um weßwillen sie noch jetzt zuweilen eine Straße heißt. (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, 1801) Eine 9 Meilen lange und an der schmalsten Stelle 1/2 Meilen breite Meerenge zwischen der dänischen Insel Seeland und der schwedischen Küste, welche die Nord= und Ostsee verbindet. (Damen Conversations Lexikon, 1837)
Programm:
Eveline Vervliet (1997-): „…plik.plok…“ (2023)
Ruud Roelofsen (1985-): „Wraith III“ (2023)
Liza Lim (1966-): „Rug Music“ (2015)
Wilbert Bulsink (1983-): „voordat…“ (2013)
Francesco Tommaso Trevisan (1994-): „Interno Presente“ (2024)
Sarah Nemtsov (1980-): „à deux“ (2009)
Stefan Beyer (1981-): „Sund“ (2025) UA
Gefördert von: Pro Musica Viva – Maria Strecker-Daelen-Stiftung, LEIPZIGSTIFTUNG, Karin und Uwe Hollweg Stiftung
•Eintritt: 15/10 EUR an der Abendkasse und im Vvk bei eventim
•Hinweise zum Kartenverkauf auf www.kulturstiftungleipzig.de beachten!
•Abbildung: Prof. Miriam Overlach | Foto: Sarah Wijzenbeel
Dieses Konzert des forma e.V. findet in Kooperation mit der Kulturstiftung Leipzig statt.
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