Was ihr wollt (A Tortured Lover’s Version)
3-2-1 — auf der Bühne erscheint die Grafentochter Olivia und hat ein Problem: Sie ist total verknallt in Cesario. Eines Tages kam er einfach so in ihre Kammer spaziert, um ihr eine Nachricht des Herzogs zu überbringen. Doch Olivia ist an dieser Nachricht (eine Liebeserklärung des Herzogs) viel weniger interessiert als an dem Überbringer, denn (anders als der Herzog) ist Cesario klug, schön, gewitzt und kann obendrein auch noch singen … und seien wir mal ehrlich, manchmal ist die „eigentliche“ Nachricht einfach weniger wichtig als das, was im Moment des Überbringens geschieht.
Es könnte also der Beginn einer wundervollen Romanze sein, befänden wir uns nicht in einer klassischen Shakespeare-Komödie. Denn hier ist nichts einfach, schon gar nicht die Liebe. Olivia weiß nämlich nicht, dass Cesario eigentlich Viola heißt und auch kein Bote, sondern — oh Schreck — eine Botin ist. Erst vor wenigen Stunden wurde sie nach einem Schiffbruch am Ufer der Insel Illyrien angeschwemmt und beschloss, am Hof des Herzogs zu dienen. Und was braucht so eine Shakespeare’sche Figur klassischerweise für einen Plan? Richtig: eine Verkleidung. Und so denkt sich Viola kurzerhand ein Alter Ego aus und nennt es … James? Nein, Cesario. Als dieser wird sie nun auf Illyrien bekannt. Kann ja niemand ahnen, dass sich die Grafentochter direkt verliebt. Und sie soll damit auch nicht alleine bleiben, denn auf Illyrien wird sich verliebt, was das Zeug hält. Genauso wie verkleidet, bespäht, verspottet, auf falsche Fährten geführt — eben alles, was es braucht, damit nichts (wirklich gar nichts) eindeutig ist.
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