Open-Air-Ausstellung „Von der Burg zur Stasi-Zentrale“
Am Goerdelerring, nahe der Klingertreppe, erinnert die Open-Air-Ausstellung „Von der Burg zur Stasi-Zentrale“ an die wechselvolle Geschichte des Leipziger Matthäikirchhofs – jenes Ortes, an dem mit der „urbs libzi“ vor über 1000 Jahren der Ursprung der Stadt lag. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Areals seit dem frühen 20. Jahrhundert: 1913 entstand hier der repräsentative Verwaltungsbau der Leipziger Feuerversicherungsanstalt. In der Bombennacht vom 4. Dezember 1943 wurden die Matthäikirche und das umliegende Viertel nahezu vollständig zerstört. Einzig die „Runde Ecke“ blieb erhalten. Nach der Befreiung Leipzigs diente das Gebäude während der kurzen amerikanischen Besatzung zunächst als Hauptquartier, bevor es unter sowjetischer Herrschaft Sitz der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit wurde. Am 4. Dezember 1989 wurde es im Zuge der Friedlichen Revolution besetzt und damit die Auflösung der Staatssicherheit eingeleitet.
Die Ausstellung wählt bewusst den Zugang über die Erinnerung. Archäologische Funde und historische Zeugnisse aus Mittelalter, Kaiserzeit, Diktatur und demokratischem Neubeginn veranschaulichen die vielschichtige Geschichte des Ortes. So steht der Matthäikirchhof heute als authentischer Erinnerungsort für zentrale Kapitel Leipziger und deutscher Geschichte: von den Anfängen der Stadt über Zerstörung und Diktatur bis hin zum demokratischen Aufbruch. Die Ausstellung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ ist ganztägig frei zugänglich und lädt dazu ein, diese Entwicklungen im Stadtraum nachzuvollziehen und die historische Bedeutung dieses zentralen Leipziger Ortes neu zu entdecken.
Gut zu wissen
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Anreise & Parken
Mit dem PKW: Nutzung der umliegenden Parkhäuser der Innenstadt, wie Q-Park Marktgalerie, Parkhaus Thomasiusstraße, Tief-Parkhaus Zentralstraße.
Autor:in
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Organisation
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