WAGNER IM VARIETÉ

Volksfest

Als einziges der alten Leipziger Theater überstand das »Varieté Drei Linden« – die heutige Musikalische Komödie – die im Zweiten Weltkrieg erfolgten alliierten Bombardements auf Leipzig. Zwischen der Zerstörung des alten Leipziger Opernhauses (»Neues Theater«) am 4. Dezember 1943 und der Eröffnung des neuen Opernhauses am 8. Oktober 1960 musste die Leipziger Oper daher mit diesem Varietétheater im Westen Leipzigs Vorlieb nehmen. Nach Kriegende unter sowjetischer Administration am 29. Juli 1945 wiedereröffnet, wurde die Spielstätte „Dreilindenoper“, dann schlicht Opernhaus genannt. Neun Wagner-Produktionen wurden hier bis 1960 herausgebracht, darunter 2 Teile des „Rings“. Der Vortrag bietet einen Überblick über ein spannendes Kapitel Leipziger Theatergeschichte, in dem der Ausnahmezustand die Regel war, aber in der Theater für die Leipziger Bevölkerung eine Relevanz hatte, die bis heute staunen lässt.

•Vortrag: Hendrik Reichardt
•Abbildung: Hendrik Reichardt | Foto: Julia Merz
•Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig in Kooperation mit der Kulturstiftung Leipzig

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