Kirche Polenz
Betritt man die Kirche in Polenz, fällt noch in der Turmhalle der große romanische Taufstein ins Auge. Er besteht aus Rochlitzer Porphyr und ist mit einem Rundbogenfries gestaltet. Der Taufstein ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es schon im 12. Jahrhundert eine Kirche in Polenz gab. Sicher stand sie ebenfalls hier, auf dem höchsten Platz des Ortes.
Von 1722 bis 1725 wurde der heutige Kirchenbau errichtet. Der Turm war damals 36 Meter hoch und eine Landmarke im flachen Leipziger Land. Im 19. Jahrhundert wird die Kirche mehrfach umgestaltet.
Eine wechselvolle Geschichte hat die Kirche in der DDR-Zeit erlebt. Die stark geschädigte Turmhaube mit Laterne musste 1970 abgetragen werden. Gründe dafür waren neben fehlenden Baukapazitäten wohl auch das Bestreben, den Einblick in den nahe gelegenen sowjetischen Militärfluglatz Waldpolenz zu verhindern. In den 1970er Jahren konnte mit viel persönlichem Einsatz, teils in der damals üblichen „Feierabendtätigkeit“, Dach und Außenputz erneuert werden. Der Turmstupf wurde 5 Meter erhöht und mit einem schlichten Zeltdach versehen.
Nicht möglich war damals die Sanierung der Orgel, die 1878 vom Orgelbaumeister Conrad Schmeißer aus Eilenburg errichtet worden war. Durch Wasserschäden war das gesamte Werk bedroht und musste ausgelagert werden. Ein Wiederaufbau schien fast nicht mehr möglich. Durch beherzten und engagierten Einsatz vieler Einwohner konnte die Orgel jedoch gerettet und 2016 durch die Orgelbaufirma Peiter restauriert werden und erklingt seither wieder.
Das Kircheninnere wurde in den 1980er Jahren renoviert. Damals kam auch der Kanzelaltar nach Polenz. Er stammt aus der Kirche von Pulgar (bei Rötha), das dem Braunkohletagebau weichen musste. Unter der Orgelempore wurde eine beheizbare Winterkirche eingerichtet. 2011 konnte das Dach neu gedeckt werden. Vorher wurden Turm und Glockenstuhl saniert.
2024 wurde der Altarraum renoviert und umgestaltet. Der als zu groß empfundene Kanzelaltar wurde rückgebaut und das ursprüngliche helle Erscheinungsbild des Altarraumes mit den Figuren Johannes und Paulus zwischen den Fenstern wiederhergestellt.
Von 1722 bis 1725 wurde der heutige Kirchenbau errichtet. Der Turm war damals 36 Meter hoch und eine Landmarke im flachen Leipziger Land. Im 19. Jahrhundert wird die Kirche mehrfach umgestaltet.
Eine wechselvolle Geschichte hat die Kirche in der DDR-Zeit erlebt. Die stark geschädigte Turmhaube mit Laterne musste 1970 abgetragen werden. Gründe dafür waren neben fehlenden Baukapazitäten wohl auch das Bestreben, den Einblick in den nahe gelegenen sowjetischen Militärfluglatz Waldpolenz zu verhindern. In den 1970er Jahren konnte mit viel persönlichem Einsatz, teils in der damals üblichen „Feierabendtätigkeit“, Dach und Außenputz erneuert werden. Der Turmstupf wurde 5 Meter erhöht und mit einem schlichten Zeltdach versehen.
Nicht möglich war damals die Sanierung der Orgel, die 1878 vom Orgelbaumeister Conrad Schmeißer aus Eilenburg errichtet worden war. Durch Wasserschäden war das gesamte Werk bedroht und musste ausgelagert werden. Ein Wiederaufbau schien fast nicht mehr möglich. Durch beherzten und engagierten Einsatz vieler Einwohner konnte die Orgel jedoch gerettet und 2016 durch die Orgelbaufirma Peiter restauriert werden und erklingt seither wieder.
Das Kircheninnere wurde in den 1980er Jahren renoviert. Damals kam auch der Kanzelaltar nach Polenz. Er stammt aus der Kirche von Pulgar (bei Rötha), das dem Braunkohletagebau weichen musste. Unter der Orgelempore wurde eine beheizbare Winterkirche eingerichtet. 2011 konnte das Dach neu gedeckt werden. Vorher wurden Turm und Glockenstuhl saniert.
2024 wurde der Altarraum renoviert und umgestaltet. Der als zu groß empfundene Kanzelaltar wurde rückgebaut und das ursprüngliche helle Erscheinungsbild des Altarraumes mit den Figuren Johannes und Paulus zwischen den Fenstern wiederhergestellt.
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Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
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