© Geopark Porphyrland/R. Heinze, LEIPZIG REGION

Georoute Bad Lausick

Auf einen Blick

  • Start: Bahnhof Bad Lausick, Bahnhofstr. 2, 04651 Bad Lausick
  • Ziel: Kdresse: Bahnhofstr. 2 · 04651 Bad Lausick
  • 3,37 km
  • 51 Min.
  • 20 m
  • 179 m
  • 159 m

Die Kurstadt Bad Lausick verfügt mit dem Thermalheilwasser über die einzige Quelle im Nationalen Geopark Porphyrland.

Bad Lausicks Werdegang von einem Bergbauort zu einem anerkannten Kurort lässt sich durch die besondere geologische Situation erklären. Der Untergrund ist aus ehemaliger Vulkanasche, dem Buchheimer Porphyrtuff, und dem Buchheimer Quarzporphyr aufgebaut. Der vulkanische Porphyr wurde als Baumaterial in den nahen Steinbrüchen abgebaut. Auch Braunkohle, Ton, Kaolin und Torf konnten in diesem rohstoffreichen Gebiet gewonnen werden.

Mit der Eröffnung des Herrmannsbades 1821 begann der Kurbetrieb mittels der, mittlerweile stillgelegten, oberflächennahen Mineralwässer. Seit der Bohrung im Jahr 1998 wird das Thermalheilwasser für den Kurbetrieb aus über 1.300 Meter Tiefe gepumpt.

Der zwischen den Hohburger Bergen, dem Collm, dem Rochlitzer Berg und dem Kirchbruch Beucha liegende Nationale Geopark Porphyrland umfasst eines der größten Vulkangebiete Europas aus dem Erdaltertum. In einer Folge explosiver Vulkanausbrüche gigantischen Ausmaßes kam es vor etwa 290 Millionen Jahren, im Erdzeitalter Perm, zur Entstehung umfangreicher vulkanischer Ablagerungen. Neben den am Boden ausfließenden Lavaergüssen aus zahlreichen tektonischen Spalten und Vulkanschloten gelangten vulkanische Aschen (Tuffe) mit gröberer als auch sehr feiner Zusammensetzung bis weit in die Atmosphäre. Das Spektakulärste waren jedoch die Gemische aus turbulenten Gasen, Aschen, vulkanischen Bomben und Fetzen des eruptierten Magmas, die sich in Form von mächtigen Glutlawinen mehrfach über die Region des heutigen Geoparks ergossen. Im Zusammenhang mit diesen Glutlawinen-Ablagerungen (Ignimbrite) kam es im Abstand weniger Millionen Jahre zur Bildung zweier vulkanischer Kesselstrukturen, sogenannter Calderen, mit Durchmessern von bis zu 6o km (Rochlitz-Caldera) bzw. 40 km (Wurzen-Caldera). Die Mengen der vulkanischen Auswurfmassen, die bei den extremen vulkanischen Eruptionen entstanden, zählen zu den größten der weltweit bekannten Ereignisse dieser Art, den sogenannten Supervulkanereignissen. Nach Ende der vulkanischen Aktivität bildete sich aus den erkalteten Laven, Ignimbriten und Aschen eine über 500 m dicke Bedeckung fester vulkanischer Gesteine, überwiegend als Porphyre in unterschiedlicher Ausprägung. Diese Porphyre sind namensgebend für den Geopark und charakterisieren das einstige Vulkangebiet Nordwestsachsens, welches der Geopark Porphyrland beinhaltet.

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