Leipzig in 48 Stunden

Ein Blick in den Terminkalender und euch fällt auf: Zwischen vollgekritzelten Seiten mit lauter Terminen höchster Wichtigkeit gibt es tatsächlich noch ein ganzes Wochenende, an dem ihr nichts zu tun habt? Verrückt! Wie ist denn so etwas nur möglich? Lasst uns das schnell ändern – mit einem Wochenend-Trip nach Leipzig! Damit ihr dafür aber nicht lange planen müsst und sicher sein könnt, die spannendsten Ecken der Stadt zu entdecken, serviert euch dieser Beitrag vielfältige Vorschläge für eure 48 Stunden in der City – in mundgerechten Häppchen!

Tag 1: Morgen
Tag 1: Vormittag
Tag 1: Nachmittag
Tag 1: Abend
Tag 2: Morgen
Tag 2: Vormittag
Tag 2: Mittag
Tag 2: Nachmittag
Tag 2: Abend

Tag 1: Morgen

Ob ihr die Nacht vor eurem Trip schon im Hotel verbringen wollt oder nur die Übernachtung zwischen den Tagen in Anspruch nehmt, bleibt euch überlassen. Um ein Angebot zu finden, das sowohl vom Preis als auch von der Lage passt, könnt ihr euch im Hotelsuchportal von Momondo umschauen. Falls ihr neben Hotels auch noch weitere Unterkünfte wie beispielsweise Ferienwohnungen in Betracht zieht, solltet ihr auch einen Blick in unsere eigene Suchmaschine werfen.

Tag 1: Vormittag

11-14 Uhr

Die Eat the World Tour am Vormittag führt auch am Bundesverwaltungsgericht vorbei. © Robin Kunz Fotografie
Die Eat the World Tour am Vormittag führt auch am Bundesverwaltungsgericht vorbei. © Robin Kunz Fotografie

Keine Angst! Ihr dürft ausschlafen! Aber essen dürft ihr nicht! Denn am Freitag gegen 11 Uhr beginnt euer Trip mit einer der Eat the World Touren durch Leipzig. Wählt ihr die Tour „Südvorstadt“, startet ihr im Zentrum-Süd und schlendert während der nächsten drei Stunden durchs Musikviertel, entlang des Pleißemühlgrabens zum Bundesverwaltungsgericht und macht einen Abstecher zur „Karli“, der Szene-Kneipenmeile. Dabei gibt es hier mal ein mediterranes Schmankerl und dort mal ein Häppchen aus dem kleinen Gewürzladen vom Tantchen Emma. Eine kulinarische Sightseeing-Tour, die Geist und Magen zum Lächeln bringt.

Tag 1: Nachmittag

14-17 Uhr

Im Pongoland des Zoos forscht das Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. © Zoo Leipzig
Im Pongoland des Zoos forscht das Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. © Zoo Leipzig

Nachdem ihr in den letzten Stunden vermutlich genug für das restliche Jahr gegessen habt, rollt ihr weiter zum Zoo Leipzig. Falls euch eure Beine nicht mehr tragen können, ist auch eine unkomplizierte Anreise per Tram möglich. Ob ihr im Gondwanaland mit dem Boot über den Urwaldfluss Gamanil fahrt oder im Pongoland die Anthropologieforscher beim Erforschen der Menschenaffen mit eurem Scharfsinn unterstützt, ist euch überlassen. Oder aber ihr stattet den Erdmännchen einen Besuch ab – vielleicht rücken sie für einen der begehrten Plätze auf ihrem Felsen ja ein wenig zusammen. Falls ihr entgegen aller Erwartungen schon wieder Hunger verspüren solltet, gibt es außer der Bambusbar oder dem Teichcafé unter anderem auch feurige Küche im Hacienda Las Casas.

17-19 Uhr

Das Café Barbakane erstreckt sich unter dem urigen Gewölbe der Moritzbastei. © Moritzbastei T. Reitler
Das Café Barbakane erstreckt sich unter dem urigen Gewölbe der Moritzbastei. © Moritzbastei T. Reitler

Anschließend geht es zum Café Barbakane ins alte Gemäuer der Moritzbastei, die als einzig erhaltener Teil der Stadtbefestigung in den 70er bis 90er Jahren einen Studentenclub beherbergte.
Inzwischen sollte der Festschmaus des Vormittags erfolgreich abtrainiert und wieder Platz für Speis und Trank sein. Vom Panini über Wiener bis hin zum Nudel-Hackfleichgratin ist für jeden etwas dabei! Fruchtige Cocktails findet ihr am roten Tresen des Fuchsbaus, erlesene Weine an der Weinbar Schwalbennest. Theken, die ihren Namen, bereits abgerissener Leipziger Lokalitäten zu verdanken haben.

Wer nicht so auf Mauern und Gewölbe steht, der sollte sich eher in die IMPERII Bar setzen. Hier kann man kreative, ausgefuchste Drinks und traditionelle deutsche Küche mit modernem Anstrich genießen.

Tag 1: Abend

19-20 Uhr

Bevor das gehobene Abendprogramm eingeleitet wird, könnt ihr an dieser Stelle noch einmal zurück ins Hotel, um euch frischzumachen und euch in euren feinsten Zwirn zu schmeißen.

20-23 Uhr

Das Gewandhaus liegt direkt am Augustusplatz gegenüber der Oper Leipzig. © LTM PUNCTUM
Das Gewandhaus liegt direkt am Augustusplatz gegenüber der Oper Leipzig. © LTM PUNCTUM

Um den Abend angenehm ausklingen zu lassen, begebt ihr euch entweder in das Gewandhaus am Augustusplatz oder in eins der vielen Kabaretts der Stadt. Entscheidet ihr euch für ersteres, werdet ihr bereits von außen die 712 qm große Deckenmalerei „Gesang vom Leben“ von Sighard Gille durch die Front des Glasbaus entdecken. Hier erwarten euch Konzert-Highlights mit dem weltberühmten Gewandhausorchester. Es ist übrigens nicht nur das Konzertorchester des Gewandhauses, sondern auch das Orchester der Oper Leipzig und das Ensemble, das wöchentlich in der Thomaskirche die Bach-Kantaten gemeinsam mit dem Thomanerchor gestaltet.
Wählt ihr aber lieber das Kabarett als Abendprogramm aus, so begeistert euch ein facettenreiches Programm mit nationalen und internationalen Gastspielen wie etwa die Comedy Lounge. Außerdem befinden sich die meisten der Spielstätten inmitten der Altstadt, die durch ihre vielen Parkhäuser und die Haltestelle Markt eine unkomplizierte Anfahrt ermöglicht.

Weitere Tipps für den Abend sind diverse Dinnershows, z.B. das Operndinner, das Krimidinner oder „Die wache Wache“.

Tag 2: Morgen

09-10 Uhr

Im Café Puschkin ist nicht nur abends etwas los - man kann hier auch wunderbar frühstücken! © LTM Tom Schulze
Im Café Puschkin ist nicht nur abends etwas los – man kann hier auch wunderbar frühstücken! © LTM Tom Schulze

Frisch ausgeruht und fit wie eh und je geht es los zur Karli, denn dort wartet das Café Puschkin mit dem Frühstück auf euch. Zur wärmeren Jahreszeit könnt ihr draußen inmitten des Morgentreibens auf der Karli sitzen, bei tieferen Temperaturen kuschelt ihr euch auf die gemütlichen Polsterbänke in dezentem dunkelgrün. Zwischen 5,50 € und 7,90 € könnt ihr ein fertiggestelltes Menü wählen oder ihr werdet selber aktiv und stellt euch etwas zusammen. Und wenn ihr eurem Liebsten etwas Gutes tun wollt, dann ladet ihn ein! Für 9,90 € gibt es ein Frühstück für Zwei.

Ein Alternativprogramm findet ihr im Café Hundertwasser (Frühstück für 7,- € bis 8,50 €) oder im Café Cantona (Frühstück für 6,- € bis 10,50 €)

Tag 2: Vormittag

10-13 Uhr

Die schöne Industriearchitektur der ehemaligen Buntgarnwerke ist Teil der Fahrradtour durch Leipzig. © Robin Kunz Fotografie
Die schöne Industriearchitektur der ehemaligen Buntgarnwerke ist Teil der Fahrradtour durch Leipzig. © Robin Kunz Fotografie

Hoffentlich habt ihr beim Frühstück schön reingehauen, denn um 10 Uhr startet eine Tour quer durch Leipzig. Mit dem – wie einige behaupten – wohl beliebtesten Gefährt der Leipziger: dem Fahrrad! Es geht mit Lipzi Tours durch die traditionelle Altstadt, vorbei an berühmten Denkmälern wie dem Bachdenkmal und durch spannende Viertel wie das Industrieviertel in Schleußig mit den ehemaligen Buntgarnwerken. Für die Tour meldet ihr euch vorher an und werdet dann für 15,- € (plus 4 ,- € für ein Leihrad) drei Stunden lang durch die Parks und Viertel von Leipzig cruisen. Dabei werdet ihr von einem qualifizierten Gästeführer begleitet und mit allen relevanten Infos über Leipzig ausgestattet.

Tag 2: Mittag

13-15 Uhr

Der Barthels Hof ist der letzte erhaltene Messedurchgangshof Leipzigs. © Gasthaus Barthels Hof
Speisen umgeben von historischen Mauern im Barthels Hof. © Gasthaus Barthels Hof

Anschließend erlebt ihr das historische Flair des ursprünglichen Bank- und Handelshauses im Barthels Hof aus dem 18. Jahrhundert. Wo früher Händler und Geldwechsler  zwischen gestapelten Säcken ihre Geschäfte getrieben haben, werdet ihr heute zu Mittag essen. Das familienbetriebene Gasthaus bietet einen klassischen Gaumenschmaus vom gebratenen Karpfenfilet mit Rahmgurken bis zum Süßkartoffelpüree für einen angemessenen Preis an.

Oder aber ihr schummelt euch unter die Anzugträger- und trägerinnen und genießt die Aussicht beim Business Lunch im Panoramatower – hier solltet ihr allerdings an eine Reservierung denken. Vielleicht darf es aber auch die feine Auswahl des Chocolate sein, bei der von der Ofenkartoffel bis zum Rinderfilet alles dabei ist. Schaut selbst, was euch gut gefällt im Leipzig Travel Blog.

Tag 2: Nachmittag

15-18 Uhr

Das Museum der Bildenden Künste liegt im Zentrum der Altstadt in der Nähe des Marktes. © Lars Wegas
Das Museum der Bildenden Künste liegt im Zentrum der Altstadt in der Nähe des Marktes. © Lars Wegas
(Werke: Paule Hammer, Clemens Meyer, 2013, © Paule Hammer, Clemens Meyer; FAMED, Untitled (Ventilator), 2011, © FAMED)

Was wäre ein Ausflug nach Leipzig ohne ein bisschen künstlerische Inspiration? Die holt ihr euch im Museum der Bildenden Künste. Dieses beherbergt unter seinem Dach 70.000 Objekte – eine epochenübergreifende Mischung verschiedener Kunstsammler. Für 5,- € könnt ihr den Nachmittag zum Beispiel durch die Dauerausstellungen über berühmte Künstler wie Lucas Cranach d.J. oder Neo Rauch, dem Wegbereiter der „Neuen Leipziger Schule“ schlendern.

Falls Kunst für euch doch nicht so das Wahre ist, dann schaut euch mal im Grassi-Museum für Völkerkunde um!

Tag 2: Abend

18-19 Uhr

Leipzig von oben sehen kann man wunderbar vom Panoramatower - im Volksmund auch liebevoll "steiler Zahn" genannt. © Daniel Koehler Photography
Leipzig von oben sehen kann man wunderbar vom Panoramatower – im Volksmund auch liebevoll „steiler Zahn“ genannt. © Daniel Koehler Photography

Vielleicht ist es Zeit, all die Orte, die ihr in den letzten Stunden in Leipzig gesehen und erlebt habt, noch einmal Revue passieren zu lassen… Schaut es euch selbst noch einmal an und lasst eure Gedanken auf 142 Metern Höhe mal von der frischen Luft Leipzigs durchpusten. Von der Aussichtsplattform des Panoramatower, dem höchsten Gebäude Mitteldeutschlands, kann man für 3,- € ganz Leipzig überblicken und sogar noch viel weiter! Was erkennt ihr wieder?

19-20:30 Uhr

Der Fotoautomat links von der berühmten Löffelfamilie liegt direkt am Anfang der großen Karli. © LTM Peter Hirth
Der Fotoautomat links von der berühmten Löffelfamilie liegt direkt am Anfang der großen Karli. © LTM Peter Hirth

An all jene von euch fleißigen Reisenden, für die morgen wieder der Ernst des Lebens beginnt, heißt es an dieser Stelle Abschied nehmen von der schönen Stadt in Sachsen und sich langsam auf den Heimweg machen.
Und für alle, die noch immer nicht genug haben, geht es noch einmal auf die bunteste Straße der Stadt: die Karli! Denn dort gibt es neben zahlreichen Kneipen, Cocktailbars und Party Locations direkt neben der Löffelfamilie den kultigen Fotoautomaten. Hier wurde schon das ein oder andere verrückte Foto geknipst! Was meint ihr: Wie viele Leute kriegt man in dem Ding wohl unter?
PS: Stillgestanden! Denn das erste Foto wird schnell geschossen!

20:30-23 Uhr

Der Irish Pub Noels Ballroom liegt an der Ecke Kurt-Eisner-Straße und Karli. © Noels Ballroom
Der Irish Pub Noels Ballroom liegt an der Ecke Kurt-Eisner-Straße und Karli. © Noels Ballroom

Den krönenden Abschluss des Abends bildet ein Besuch im Noels Ballroom. In dem Irish Pub und Ballroom gibt es eine große Auswahl an Bieren und traditionellen irischen Whiskeys. Aber auch die Cocktailliebhaber und die Freunde des Nonalkoholischen unter euch werden hier nicht enttäuscht. Während ihr ein paar Snacks aus der deftigen amerikanischen Küche verzehrt, könnt ihr entweder stimmungsvoller Live-Musik lauschen oder euch mit euren Freunden im Pub Team Quiz in Deutsch oder Englisch messen!

Alternativ könnt ihr auch mal im JET vorbeischauen, in dem euch gute Drinks, eine Runde Karaoke oder die kostenlosen Kickertische erwarten.

48 Stunden in Leipzig: Man kann ein paar Touri-Führer durchblättern oder sich quer durch die Welt der Dokus klicken… Aber um eine Stadt wie Leipzig wirklich kennenzulernen, heißt es: raus aus der muckeligen Bude und rauf auf die Straße! Diese Zusammenstellung an Unternehmungen hat euch hoffentlich gezeigt, wie es ist, die sympathische und vielseitige Stadt mit all ihren Farben richtig zu erleben!

Mit unserer LEIPZIG CARD kannst du deinen Aufenthalt in unserer schönen Stadt perfekt abrunden. Eine Tageskarte ermöglicht dir zahlreiche Vergünstigungen und Preisvorteile – zudem kannst du den öffentlichen Nahverkehr frei nutzen, um zum jeweiligen Zielort zu kommen. Schau dir einfach alle weiteren Informationen zur LEIPZIG CARD selbst an!

Ihr habt noch Fragen? Dann meldet euch bei uns!
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Tel: 0341/7014-340
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