Donat-Orgel in der Ev.-Luth. Stadtkirche Brandis

Klangkörper & Ensemble
Ein handschriftlicher Eintrag in der Manualwindlade von 1803 belegt, dass die Orgel 1705 von Christoph Donat erbaut wurde. Christop Donat (1625 - 1706) ist der Begründer einer sächsisch-thüringischen Orgelbauerfamilie. Er erhielt 1662 das Leipziger Bürgerrecht. Gemeinsam mit seinem Sohn Christoph (1659 - 1713) baute er die Brandiser Orgel. Johann Jacob Donat (1663 - 1732), Sohn von Christoph Donat d.Ä., italienisiert den Namen Donat zu "Donati". Bis 1824 ist dieser Name in der Tradition des Firmengründers belegt. Die Brandiser Orgel gibt mit ihrem Gehäuse noch einige Rätsel auf. Das jetzt hinter der Orgel stehende Pedalwerk stand ursprünglich links und rechts vorn bündig mit dem Gehäuse.

2024 wurde mit dem Abbau der Windversorgung und der Klaviaturen die Restaurierung der Donat-Orgel begonnen. Orgelbaumeister Georg Wünning wurde mit den Arbeiten betraut. Durch Denkmal-Fördermittel des Bundes, des Landes, sowie zahlreiche Spenden konnte an die Umsetzung gegangen werden. Am 4. Mai 2025 fand die feierliche Wiederweihe der Orgel statt.

Folgende Arbeiten wurden realisiert:
  • Wiederaufbau des Orgel-Gehäuses inklusive des historischen Schnitzwerkes
  • Wiederherstellung der im 1. Weltkrieg abgegebenen Pedal-Pfeifen
  • Restaurierung des bestehenden Prospektes
  • Neue Klaviaturen nach Vorbild erhaltener Donat-Orgeln
  • Rekonstruktion von vier Registern
  • Aufarbeitung der Balganlage
  • Tischlerarbeiten am Emporenfußboden
  • Reinigung, Intonation und Stimmung aller Pfeifen


Disposition
 
Die gegewärtige Disposition ist das Ergebnis zahlreicher Umdisponierungen.
Es sind noch etwa 50% des Pfeifenwerks von Donat erhalten.
 
Manualumfang C,D - c'''                                                                  Pedalumfang C,D - c'
 
1. Manual                                          2. Manual                               Pedal
 
 1. Grobgedackt 8'                            9. Gedackt 8'                        14. Subbaß 16'
 2. Quintadena 8'                             10. Octave 4'                         15. Octava 8'
 3. Principal 4'                                   11. Gedacktquinte 3'           16. Posaunenbaß 16'
 4. Rohrflöte 4'                                  12. Spielflöte 2'
 5. Octave 2'                                      13. Cornett 3fach                  Pedalkoppel
 6. Quinte 1 1/2'                                                                                 Manualkoppel                 
 7. Sequialtera 2fach                                    
 8. Mixtur 4fach                                 Stimmtonhöhe gis' 448 Hz

Gut zu wissen

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