Kirche:
Ursprünglich wohl eine romanische Chorturmkirche. Ende des 15. Jahrhunderts erfolgte eine Chorerweiterung. 1570 wurde an der Südseite ein querhausartiger Anbau angefügt. An der Chornordwand entstand gleichzeitig eine Sakristei. Kirchenbrände zerstörten 1637 und 1696 die Ausstattung. Der Altar, die Kanzel, die Patronatsloge und die Orgel entstehen zwischen 1700 und 1708. Der Altar mit dem Kruzifix dominiert mit den zwei palmettenverzierten Säulen und dem seitlichen Rankenwerk. Der Taufstein aus Porphyr stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Das Sakramentshaus an der Nordseite des Chorraums auf einer gedrehten Säule gehört zu den ältesten Ausstattungsstücken. Auf der Südseite des Querhauses ein romanisches Portal als Zugang zur "Brauthalle". Das Eingangsportal an der Westseite wurde 1895 angefügt.
Text: Klaus Gernhardt
weiterführende Literatur:
- Ulrich Dähnert, Historische Orgel in Sachsen, VEB Deutscher Verlag für Musik
Leipzig, 1980
- Lexikon norddeutscher Orgelbauer, Band 2, Sachsen und Umgebung,
Pape Verlag Berlin, 2012
- Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II.
Deutscher Kunstverlag, 1998
Disposition
Die gegewärtige Disposition ist das Ergebnis zahlreicher Umdisponierungen.
Es sind noch etwa 50% des Pfeifenwerks von Donat erhalten.
Manualumfang C,D - c''' Pedalumfang C,D - c'
1. Manual 2. Manual Pedal
1. Grobgedackt 8' 9. Gedackt 8' 14. Subbaß 16'
2. Quintadena 8' 10. Octave 4' 15. Octava 8'
3. Principal 4' 11. Gedacktquinte 3' 16. Posaunenbaß 16'
4. Rohrflöte 4' 12. Spielflöte 2'
5. Octave 2' 13. Cornett 3fach Pedalkoppel
6. Quinte 1 1/2' Manualkoppel
7. Sequialtera 2fach
8. Mixtur 4fach Stimmtonhöhe gis' 448 Hz
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