Verborgenes Leipzig: Freitagnacht auf dem Südplatz

Leipzig hat auch abseits gewohnter Pfade eine Menge zu bieten. In der Rubrik Verborgenes Leipzig stellen wir euch jede Woche einen Leipzig-Geheimtip vor. Den Anfang macht der Südplatz. Der kleine Platz auf der belebten Karl-Liebknecht-Straße ist der Dreh- und Angelpunkt des Partytrubels in der Südvorstadt. Jedes Wochenende beginnen und enden hier durchfeierte Nächte. Lest selbst was bei Eva Freitagnacht geschah.

21:30 Uhr: Ich verlasse meine Wohnung auf der Karl-Liebknecht-Straße und laufe Richtung Südplatz. Gott sei Dank sind das nur wenige Hundert Meter. An der Tram Haltestelle Südplatz warte ich auf meine Freundin. Laura springt aus der Bahn und umarmt mich. Wir wechseln die Straßenseite. Es ist eine milde Frühlingsnacht. Auf dem Platz gegenüber haben es sich schon viele Leute bequem gemacht. Stühle? Bänke? Fehlanzeige! Am Südplatz wird improvisiert und alle sitzen auf der Bordsteinkante oder gleich auf dem Boden. Eine Flasche Bier in der Hand. Fertig, so einfach ist das. Laura und ich setzen uns dazu und tauschen den neuesten Klatsch und Tratsch aus.

Der Südplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Nachtschwärmer. ©Eva Zeltner
Der Südplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Nachtschwärmer. ©Eva Zeltner

22:15 Uhr: So viel reden macht durstig. Wir machen einen Abstecher zum Südplatzspäti. Der Spätverkauf versorgt die Südplatz-Gemeinde mit Nachschub: über 70 Biersorten, Club Mate, Bio-Weine und Limonaden. Der Südplatzspäti hat wohl schon einige Partynächte gerettet. Außerdem im Sortiment sind Obst, Gemüse und Säfte vom Biobauern aus der Region, handgefertigte vegane Seifen und Tofu. Wir schnappen uns eine Bios-Limonade und nehmen unseren alten Platz wieder ein. „Eva, Laura… hey hier drüben!“ dringt es zu uns herüber. Ein paar Meter weiter haben sich Kommilitonen von uns niedergelassen. Am Südplatz trifft man immer ein bekanntes Gesicht.

Bier, Limo und Snacks: Der Südplatzspäti versorgt mit Nachschub. ©Eva Zeltner
Bier, Limo und Snacks: Der Südplatzspäti versorgt mit Nachschub. ©Eva Zeltner

23:30 Uhr: Das Abendessen liegt schon eine Weile zurück und es wird eine lange Nacht, daher brauchen wir noch eine Stärkung. Der Burgermeister, eine kleine Grillbude mit ein paar Stehtischen, befindet sich mitten auf dem Südplatz. Pommes rot-weiß und ein veganer Burger sollen es sein. Wir ziehen eine Nummer und eine Viertelstunde später holen wir uns die dampfenden Pappteller ab. Frisch gestärkt brechen wir in die Distillery auf. Die „Tille“ liegt etwa 10 Minuten zu Fuß vom Südplatz und ist Ostdeutschlands ältester Techno Club.

Neben den Klassikern Pommes und Currywurst gibt es auch vegane Burger. ©Eva Zeltner
Neben den Klassikern Pommes und Currywurst gibt es auch vegane Burger. ©Eva Zeltner

05:50 Uhr: Die Füße schmerzen und die Vögel zwitschern schon. Ich gehe nach Hause. Doch nicht ohne noch einmal am Südplatz vorbei zu schauen. Pommes schmecken manchmal auch zum Frühstück. Ich lehne mich an einen der Tische und lasse den Abend Revue passieren. „Na Uwe, bald Feierabend?“ begrüßt ein anderer Kunde den Mann am Grill. Am Südplatz kennt man sich eben. Und so endet der Abend für mich dort, wo er begann.

Beim Burgermeister läuft der Grill die ganze Nacht auf Hochtouren. ©Eva Zeltner
Beim Burgermeister läuft der Grill die ganze Nacht auf Hochtouren. ©Eva Zeltner

Autorin: Eva Zeltner

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