Unmittelbar nachdem ihr zweiter Mann unter die Erde gebracht ist, verhängt Bernarda Alba eine achtjährige Trauerzeit über ihr Haus und schließt die Tür zu. Ihre fünf erwachsenen Töchter werden von der Außenwelt abgeschnitten. Begegnungen und Begierden werden für die älteste Tochter streng kontrolliert, für die übrigen gleich strikt unterbunden. Das Haus wird zum geschlossenen System, Bernarda darin zur Vollstreckerin von Tradition und Ehrbegriff. Doch mit der Unterdrückung und der Rivalität wächst im Haus auch die Gier nach Sinnlichkeit, die Sehnsucht nach Liebe und Berührung, nach Freiheit und einem Leben jenseits der Mauern. Sie staut sich an, wird kompromisslos und bedrohlich, bäumt sich auf, um das System zu sprengen.






